Entschuldigung, was tragen Sie denn da? - Too-much-Mode und große Fragezeichen

Natürlich ist Kreativität wunderbar und natürlich kommt man ohne sie in der Mode nicht aus, aber das, was immer häufiger auf den roten Teppichen dieser Welt vorgeführt wird, hat nicht mehr viel mit Stil zu tun: Die Rede ist von (wir nennen es mal) Too-much-Mode, die statt eines modischen Eyecatchers eigentlich nur noch schockierend sein will. Es scheint irgendwie so eine Art Trend geworden zu sein, der sich unter den jungen Stars der Hollywood- und Musikszene durchgesetzt hat und bei uns nur noch eines auslöst: ein großes Fragezeichen in Sachen Style.

Auffallen um jeden Preis hat eben auch seinen Preis – und der muss aktuell immer häufiger mit einem gut gefüllten Style-Konto bezahlt werden. Too-much-Mode ist, wie der Name schon sagt, Mode, die zu viel auf einmal will und dabei eigentlich das Gegensätzliche erzeugt: blankes Entsetzen über den misslungenen Versuch, einzigartig zu sein. Genau das ist nämlich das Stichwort und gleichzeitig die Begründung für so manch einen modischen Fehltritt in der Glitzer- und Glamour-Welt. Stars, die besonders exzentrisch, cool und unglaublich individuell sein wollen, vergessen dabei, dass es immer noch gewisse Style-Regeln gibt, die beachtet werden müssen. So kann es dann vorkommen, dass Lady Gaga in einem Fleischkleid auftritt oder Aura Dione in einem Mantel abgelichtet wird, der aussieht, als würde er komplett aus Haaren bestehen. Insbesondere fällt auf, dass sich die Stars immer wieder gegenseitig übertreffen wollen und dabei ganz vergessen, dass es schon einen Grund dafür gibt, dass manche Kombinationen und Kreationen einfach nicht von jedem getragen werden: Sie sehen einfach grausig aus!

Too-much-Mode ist vor allem ein Phänomen, das polarisiert. Natürlich ist es wunderbar, dass nicht jeder dem Mainstream hinterherläuft. Doch sollte man dabei nie vergessen, dass Mode etwas besonderes ist – und manchmal weniger einfach mehr ist...

 

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